200: Der Graus, die Vergangenheit klopft an

October 18, 2006

Es war ein paar Wochen bevor Katharina zurück kam. Ein paar Wochen noch, bevor die Frau meines Lebens wieder bei mir ist. Mir war nach Zeitvertreib, Spaß, Freiheit und Herausforderung. Ich weiß schon jetzt nicht mehr wie wir uns kennengelernt haben, aber ich weiß dass ich plötzlich mit ihr in einem Cafe saß. Sie war nur ein Stückchen besser als langweilig und machte einen sehr verlassenen Eindruck. Aber sie einsam, genau wie ich. Es war wieder einer dieser Frauen, die von Selbstzweifeln geplagt sich in die Arme eines Arschlochs schmeißen. Und ich war gerade zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

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90: Mein Alptraum: Der unerträgliche Gestank meiner ExistenZ

April 4, 2006

Er verrottet, genau wie ich im Traum. An ihm ist aber noch etwas grün...Mehrfach bin ich nun in einem und dem selben Traum aufgewacht. Nur beim ersten träumen wusste ich noch nicht, dass es ein Traum war. *Ich lag plötzlich völlig wach in meinem Bett.* Ein unerträglicher Gestank wucherte bestialisch durch mein Reich aus Edelstahl, dunklem Holz und Glas. Unaufhaltsam und penetrant lockte der Duft vom Ende des Lebens meine Neugier und noch mehr meinen Selbstschutzinstinkt. *Hatte ich den Müll vergessen?* War ein Eichhörnchen hinter meinem Schrank verhungert? Die Antwort schockiert mich noch jedes Mal.
Ich stand in meinem Traum also auf, um die Ursache aufzudecken. Weder der Müll noch der Abfluss speisten das Zimmer mit diesem fauligen Duft. *Langsam und vorsichtig stapfte ich in das Bad.* Die leisen Platschgeräusche meiner nackten Füße auf dem Parkett lullten mich wieder ein. Ich ging auf Toilette und begann danach, meine Hände zu waschen. Da erkannte ich etwas Ungewöhnliches. *Meine Hände bestanden nur noch aus aufgeplatzter Haut, Knochen und heraushängenden, madigen Fleischfasern.*

Ich übergab mich fast über meine Hände und warf einen Blick der ungläubigen Verzweifelung in den Spiegel mir gegenüber. Mein Gesicht sah nicht anders aus als meine Hände. *Ich war ein Zombie, der langsam verrottete.* Und die grausame Erkenntnis lies mich nicht lange auf die Antwort warten: *Ich stank.* Der Gedanke alleine lies mich wieder aufwachen. Alle drei Male, die ich diesen Traum schon hatte. Diesmal in der Realität. *Laut meinem Traum verrotte ich gerade. *

Ich denke es ist mein Unterbewusstsein, das sich mit meinem Test auseinandersetzt. Oder es geht um meinen Lebensstil, den ich als Workoholic auslebe. Vielleicht auch die Gefühllosigkeit, die mich manchmal ergreift und mich von innen auffrisst. Es könnte auch die Beliebigkeit in unserer Welt sein, dich mich als Konformitäten liebenden Individualisten zernagt. Aber wahrscheinlich habe ich einfach mal wieder zuviel “Event Horizon” oder “ExistenZ” gesehen.

82: Top10 Schlechte Begriffe für den Partner

March 27, 2006

Mäuse sind grundsätzlich PC-Peripherie. Keine Männer-Peripherie. Und man steckt sie eindeutig nur an den Rechner, nirgendswo sonst.“Nein, geht nicht. Meine Perle kommt gleich…” Oder quer durch den Supermarkt gebrüllt: “Mausi, denkst du an den Käse?” Wem läuft bei einer solchen Wortwahl nicht der kalte Schauer den Rücken hinunter? Hier meine persönlichen Top10 (oder Flop10) der *schrecklichsten Bezeichnungen für den Partner.*
*Für Frauen:*

*Ische* - Gar nicht so negativ!
Ursprünglich war dieses Wort nicht negativ konnotiert. Herkunft: Jiddisch. Bedeutung: (Ehe-)Frau (manchmal auch sexuell attraktive Frau). Dies stammt wieder aus dem Hebräischen: ischa für “Ehefrau”. Ausgesprochen: ii-shah. Daher kommt z.B. der Name Jessica. Was man nicht alles aus einem Wort lernen kann. ;)

*Inge* - Bitte nur mit Dialekt nutzen.
Ich weiß nicht, ob diese Bezeichnung vom Namen Ingeborg stammt, aber es ist eine ziemlich entwürdigende Bezeichnung für die Freundin / Partnerin.

*Schnalle* - Ganz fies.
Als Frau empfiehlt sich als Gegenantwort: *Mein Schnallentreiber.* Mal sehen ob er dies “schnallt”. *Entschuldigt, ich konnte es mir nicht verkneifen.*

*Mausi, Schokomaus, Tigermaus* - Oft vorzufinden, vor allem bei Älteren
Ich empfinde diese Bezeichnung als degradierend. *Einige Tests ergaben böseste Blicke.* Also ein nützliches Werkzeug um Aufmerksamkeit zu erlangen. Tiernamen sind also eindeutig nur in *bestimmten Situationen* zu nutzen. “Hengst” ist schlecht im Supermarkt, “Würmchen” ist suboptimal im Bett.

*Perle* - Netter Grundgedanke
Aber es hört sich vorpubertär an. Außerdem sind wir nicht mehr in den 80ern.

*Für Männer:*

*Macker* - Nur als Anspielung auf seine Macho-Fähigkeiten bitte!
Und definitiv nur mal zum Spaß, höchstens. Oberste Regel: Immer mit *Personalpronomen* oder mit *Bestimmtem Artikel.* Bitte niemals mit einem Unbestimmten Artikel. Man(n) ist ja nicht irgendein Macker, sondern *der* Macker.

*Stecher* - Ja, stechen können wir auch, aber nicht nur!
Außerdem beschweren sich doch die Frauen immer, dass sie auf ein Stück Fleisch degradiert werden, dann sollten sie es auch nicht mit uns Männern tun.

*(Kleiner) Tiger, Bärchen, Mausebär, Knuddelbär, Schmusebär, Pu-Bär, Hasi, Hasibär* - Die Tiernamen hatten wir eben schon
Vor allem beim Bären sollte man (Frau) darauf achten, ob der Haarwuchs des gewählten Tieres vielleicht anstößig sein könnte. Als wenig behaarter Mann beziehe ich Bärchen nicht auf meine (nicht vorhandenen) Rückenhaare. Also kann ich es verkraften. Aber schmeichelhaft ist es nicht. Dann lieber Löwe, aber auch nicht umbedingt.

*Typ / Kerl* - Zu gewöhnlich
Wie oft sagt man die Wörter Typ und Kerl zusammen mit “irgendein”. Wer möchte dann schon “Kerl” genannt werden?

*Schatz* - Auch für Frauen möglich
Aber auch viel zu gewöhnlich. Bitte etwas Kreatives! Etwas Persönlicheres. Man ist ja nicht *irgendein* Schatz. Idee: Schatz auf Spanisch, Italienisch …

*The worst of the worst.*
Für weitere Inspiration, hier gibt es 850 Kosenamen: http://www.schnude.de/top.htm

Vielleicht haben meine BesucherInnen ja noch weitere Ideen… Ja! Mitsprache ist ausdrücklich gewünscht! Bewertungen sowieso.

72: Sabrinas Blumen und das Bonbon im Bonbonpapier

March 18, 2006

Blumen sind jeden Pfennig wert.Tja, was soll ich sagen… Die Blumen warteten in einer dekorativen Vase auf Sabrinas Schreibtisch. Ihre Reaktion hierauf war gut, sogar positiver als ich erwartete. Schade dass ich momentan keine Blowjobs annehmen darf. *Blowjobs mit Kondom sind nicht das Wahre. Das ist wie ein Bonbon im Bonbonpapier lutschen…*
Wir hatten einen Tisch reserviert, in einem recht teueren und sehr edlen Restaurant. Ich machte mich also gerade fertig zum Ausgehen, als Sabrina nach Hause kam. Sie blieb ersteinmal stehen, als sie mich nur in einer engen Boxershorts bekleidet vor dem Spiegel stehen sah. Der Rasierschaum bedeckte noch die Hälfte meines Gesichts, ich rasierte mich gerade und grinste sie an. *”Wow, was für ein Anblick!”* Dann ging sie in ihr Zimmer und es gab einen kurzen Moment der Stille…

*”Wo kommen denn die Blumen her?”* tönte es mit Freude aus ihrem Zimmer. Manche Frauen bekommen anscheinend so selten Blumen, dass sie es ersteinmal nicht glauben können. *”Womit habe ich die denn verdient?”* fragte sie, während ihr Blick sich etwas gieriger an mir festheftete. *”Ich dachte ich mache dir eine kleine Freude, so als Ablenkung zu deinen Kopfschmerzen heute morgen.”* Sie lächelte und versuchte mich zu umarmen, ohne den Rasierschaum abzubekommen. Natürlich half ich ihr bei dem Unterfangen nicht.

*”Was habe ich für ein Glück, von einem lieben Mann mit Blumen abends sehnsüchtig erwartet zu werden.”* Ob sie jetzt absichtlich auf meine Erektion starrte, und was sie genau mit sehnsüchtig meinte, war mir dann nicht ganz klar. Die Platzierung ihrer Hand erklärte dann alles.

Leider warte ich ja noch bis Mitte April auf den Zeitpunkt, an dem ich meinen Bluttest machen darf. Dann ist nämlich die *Inkubationszeit von HIV/Aids (12 Wochen)* vorbei. Endlich kann ich dann herausfinden, ob Benjamin, mit dem Jura Iris im Januar ungeschützt fremdging, etwas hatte. Er treibt sich herum, eben auch in meinem “Revier”. Zum Glück hat Sabrina dafür Verständnis, und wir betreiben alle Handlungen mit größter Vorsicht, wobei bestimmte Dinge ersteinmal nicht gemacht werden. *Also kein Blowjob für Frankie.*

Sabrina war zumindest hellauf begeistert, und strahlte mich den ganzen Abend sowie den ganzen heutigen Tag noch mehr an als zuvor.