Tuesday, 10 April 2007Posted by Frank

Kälte, nicht nur in der Luft. Der Himmel ist klar, die Sterne leuchten unersättlich und verlockend. Ich blicke durch das Fenster und sehe sie. Das Licht ist noch an, aber sie sieht mich nicht. Die Gitter versperren nicht gerade die Sicht. Wie ironisch. Hier stehe ich in der Kälte und denke nach. Draußen sind die Freiheit, die Kälte, und viele interessante und spannende Momente. Da drinnen ist es warm, geborgen und gemütlich. Ich habe die Wahl. Wärme findet man auch hier draußen, aber es ist nicht das Gleiche. Gerade hat sich Katharina im Schlaf geräkelt und ist wieder unter der Bettdecke gekrochen. Meine Bettdecke. Aber etwas stimmt nicht…

Sie schläft tief, friedlich und geborgen. Ich habe sie selbst zugedeckt. Aber ich konnte nicht schlafen, wie so oft. Dieses friedliche Lächeln, Nacht für Nacht. Es treibt mich in den Wahnsinn. Ich bin zu rastlos. Die Decke fiel mir fast auf den Kopf. Ich vermisse Katharina, auch wenn ich sie täglich sehe. Aber ich denke auch oft an Sabrina und noch mehr an Jura Iris. Ich habe viele Schmerzen bereitet, und auch viele zurück bekommen. Dennoch mache ich weiter.

Es ist wie im Supermarkt. Für jedes Verlangen gibt es ein Produkt. Man muss nur für sich selbst herausfinden, welches einem am Besten schmeckt. Aber die Zeit läuft mir davon. Es gibt einfach wenig schöneres, wenig aufheiternderes, als mit zwei verschiedenen Frauen in einer Nacht zu schlafen. Gleich werde ich mich umziehen. Dabei lächelt sie so friedlich und schön im Schlaf. Aber ich habe keine Zeit. Desiree wartet bereits auf mich.

3 Responses to “234: Die Gitter, die Kälte, ich”

  1. chk Says:

    “Aber ich habe keine Zeit. Desiree wartet bereits auf mich.” - wg. diesem Satz hat sich das warten schon gelohnt.

    Ich verstehe dich aber.. mit der einen Frau hat man den besten Sex und mit der anderen die tollsten Gespräche. Und dann stellt man sich die Frage: Was bedeutet mir mehr? Was brauche ich öfter?

  2. Ines Says:

    warum gerade desiree?!

  3. Ju Says:

    es ist nur eine frage der beherrschung, selbstbeherrschung.

    morgen date ich den tollsten mann auf der erde, und ich werde ihn umstimmen, allerdings nur in seinem unterbewusstsein. morgen spiele ich das unschuldige landmädel.

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