72: Sabrinas Blumen und das Bonbon im Bonbonpapier

March 18, 2006

Blumen sind jeden Pfennig wert.Tja, was soll ich sagen… Die Blumen warteten in einer dekorativen Vase auf Sabrinas Schreibtisch. Ihre Reaktion hierauf war gut, sogar positiver als ich erwartete. Schade dass ich momentan keine Blowjobs annehmen darf. *Blowjobs mit Kondom sind nicht das Wahre. Das ist wie ein Bonbon im Bonbonpapier lutschen…*
Wir hatten einen Tisch reserviert, in einem recht teueren und sehr edlen Restaurant. Ich machte mich also gerade fertig zum Ausgehen, als Sabrina nach Hause kam. Sie blieb ersteinmal stehen, als sie mich nur in einer engen Boxershorts bekleidet vor dem Spiegel stehen sah. Der Rasierschaum bedeckte noch die Hälfte meines Gesichts, ich rasierte mich gerade und grinste sie an. *”Wow, was für ein Anblick!”* Dann ging sie in ihr Zimmer und es gab einen kurzen Moment der Stille…

*”Wo kommen denn die Blumen her?”* tönte es mit Freude aus ihrem Zimmer. Manche Frauen bekommen anscheinend so selten Blumen, dass sie es ersteinmal nicht glauben können. *”Womit habe ich die denn verdient?”* fragte sie, während ihr Blick sich etwas gieriger an mir festheftete. *”Ich dachte ich mache dir eine kleine Freude, so als Ablenkung zu deinen Kopfschmerzen heute morgen.”* Sie lächelte und versuchte mich zu umarmen, ohne den Rasierschaum abzubekommen. Natürlich half ich ihr bei dem Unterfangen nicht.

*”Was habe ich für ein Glück, von einem lieben Mann mit Blumen abends sehnsüchtig erwartet zu werden.”* Ob sie jetzt absichtlich auf meine Erektion starrte, und was sie genau mit sehnsüchtig meinte, war mir dann nicht ganz klar. Die Platzierung ihrer Hand erklärte dann alles.

Leider warte ich ja noch bis Mitte April auf den Zeitpunkt, an dem ich meinen Bluttest machen darf. Dann ist nämlich die *Inkubationszeit von HIV/Aids (12 Wochen)* vorbei. Endlich kann ich dann herausfinden, ob Benjamin, mit dem Jura Iris im Januar ungeschützt fremdging, etwas hatte. Er treibt sich herum, eben auch in meinem “Revier”. Zum Glück hat Sabrina dafür Verständnis, und wir betreiben alle Handlungen mit größter Vorsicht, wobei bestimmte Dinge ersteinmal nicht gemacht werden. *Also kein Blowjob für Frankie.*

Sabrina war zumindest hellauf begeistert, und strahlte mich den ganzen Abend sowie den ganzen heutigen Tag noch mehr an als zuvor.

Comments

3 Responses to “72: Sabrinas Blumen und das Bonbon im Bonbonpapier”

  1. Neri on March 20th, 2006 12:23 am

    Das find ich doch mal gut - endlich mal ein Kerl (wie ich), der auch bezüglich Thema HIV Verantwortung und Entbehrungen auf sich nimmt. Virtuelles Händeschütteln dafür!

  2. Frankie on March 20th, 2006 12:29 am

    Krass. Danke. Dazu schreibt irgendwie niemand etwas, und es scheint sowieso ein sehr unterschätztes Tabuthema zu sein…

    Schade.

  3. neriphim.de on March 20th, 2006 2:28 am

    So oder ähnlich würde wohl der Untertitel einer Kampagne zum folgenden Thema lauten…Inspiriert durch den Beziehungsblog und im Hinblick auf die aktuell wieder ansteigende Zahl von Neuansteckungen, dachte ich, ist es garkeine …

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